St. Gallen, Schweiz
##.00 m²
2020
Studioforma (Architektur, Innenarchitektur)
Das Projekt versteht das Museum nicht als abgeschlossenes Gebäude, sondern als lebendigen Teil des öffentlichen Raums. Die neue Fassadenstruktur wirkt wie ein feines Gewebe, das Transparenz, Licht und Bewegung aufnimmt und die Geschichte des Ortes in eine zeitgemässe Form übersetzt. Anstatt den Bestand zu dominieren, entwickelt die Erweiterung einen eigenständigen Dialog mit der bestehenden Architektur. So entsteht eine unverwechselbare Identität, die das Textilmuseum weit über seine Funktion als Ausstellungsort hinaus als kulturellen Anziehungspunkt in St. Gallen stärkt.
Die filigrane Fassadenstruktur verleiht dem historischen Gebäude eine neue Präsenz im Stadtraum. Je nach Licht, Wetter und Blickwinkel verändert sich ihre Wirkung und schafft ein lebendiges Fassadenbild, das den Bestand nicht überdeckt, sondern neu inszeniert. So entsteht ein markanter Auftritt, der das Textilmuseum bereits im öffentlichen Raum erlebbar macht.
Die Gebäudeecke wird zum prägnanten Orientierungspunkt im Stadtraum. Feine vertikale Elemente führen die historische Fassade nach oben weiter und tragen eine leuchtende Typografie, die das Thema Textil unmittelbar in die Architektur übersetzt. So entsteht ein markanter Auftakt, der den Museumsstandort bereits aus der Distanz erkennbar macht.
Der Haupteingang bildet den ruhigen Mittelpunkt des Projekts und schafft einen fliessenden Übergang zwischen Stadt und Museum. Die historische Portalarchitektur bleibt erhalten und wird durch gezielte Eingriffe neu interpretiert.
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